17. Februar 2026
Erweitertes Substanzmonitoring im Kontakt- und Konsumraum Stellwerk
Die Paritätische Suchthilfe Niedersachsen ist Partnerin der Landeshauptstadt Hannover im bundesweiten Modellprojekt „so-par“ (Synthetic Opioids – Prepare and Response). Gemeinsam mit Berlin und Essen entwickelt Hannover kommunale Strategien zum Umgang mit synthetischen Opioiden wie Fentanyl – von Notfallplänen bis hin zu Präventionsmaßnahmen. Die Paritätische Suchthilfe bringt ihre langjährige Erfahrung in der Suchthilfe ein und unterstützt insbesondere bei der praktischen Umsetzung von Maßnahmen zum Substanzmonitoring im Kontakt- und Konsumraum Stellwerk.
Detaillierte Informationen zum Projekt und seinen Zielen sind in der Pressemitteilung vom 26. Mai 2025 zu finden.
Jetzt neu im Stellwerk: Schnelltests für Nitazene
Ab sofort stehen im Stellwerk neben den bekannten Fentanyl-Schnelltests auch Schnelltests für Nitazene zur Verfügung. Konsument:innen müssen dafür keine Substanz abgeben – der Test kann bereits mit Rückständen an der Verpackung durchgeführt werden.
Demnächst: Start von Labortestungen – Hannover beginnt als erste Stadt
Wie bereits in der Pressemitteilung vom Mai 2025 angekündigt, sollen in Kürze auch Labortestungen von Substanzen wie Fentanyl oder Nitazenen möglich sein. Diese Analysen ermöglichen eine präzisere Einschätzung synthetischer Beimischungen im Umlauf und ergänzen die bestehenden Schnelltests im Rahmen des Substanzmonitorings. Die Proben werden anonym an ein Labor geschickt. Die Ergebnisse erhalten ausschließlich die Mitarbeitenden des Stellwerks. Die diese im Rahmen der Beratung an die Personen weitergeben, die ihre Substanzen testen ließen.
Ablauf der Testungen
Bei den Schnelltests liegt das Ergebnis innerhalb weniger Minuten vor. Bei einem positiven Befund beraten die Mitarbeitenden im Kontakt- und Konsumraum zu möglichen Risiken und sinnvollen nächsten Schritten und können – anonymisiert – auch andere Konsumierende informieren.
Im Rahmen der Labortestungen können Substanzreste anonym ins Labor eingesandt werden. Die Analyse liefert detaillierte Informationen über mögliche synthetische Beimischungen.
Mit dem erweiterten Substanzmonitoring leistet die Paritätische Suchthilfe Niedersachsen einen wichtigen Beitrag zur Risikominimierung, zur kommunalen Gesundheitsprävention sowie zur Unterstützung von Fachkräften in Medizin, Suchthilfe, Straßensozialarbeit und Rettungswesen.