Im Gespräch mit dem NDR: Fachliche Einschätzung zur Verbreitung synthetischer Drogen

Im Gespräch mit dem NDR: Fachliche Einschätzung zur Verbreitung synthetischer Drogen

Am Samstag, den 24. Januar 2026, war Torsten Köster, stellvertretender Abteilungsleiter 3 der Paritätischen Suchthilfe Niedersachsen, als Studiogast in der NDR-Sendung „Hallo Niedersachsen“ eingeladen. Thema der Sendung war die zunehmende Verbreitung synthetischer Drogen und deren Auswirkungen.

In der Sendung nahm Torsten Köster eine fachliche Einordnung aus Sicht der Paritätischen Suchthilfe Niedersachsen vor. Er erläuterte mögliche Ursachen für die steigende Verbreitung synthetischer Substanzen, darunter verkürzte Produktionswege sowie geringere Herstellungs- und Vertriebskosten im Vergleich zu herkömmlichen Substanzen. Darüber hinaus wies er auf eine veränderte Konsumbereitschaft hin. Hemmschwellen seien gesunken, unter anderem durch Darreichungsformen wie Tabletten, die teilweise in Blistern angeboten werden und dadurch den Anschein regulärer Medikamente erwecken. Beschaffung erfolge nicht zwangsläufig über den klassischen Straßenhandel.

Ein weiterer Schwerpunkt seines Beitrags lag auf der besonderen Gefährlichkeit synthetischer Opioide wie Fentanyl und Nitazene. Diese Substanzen sind um ein Vielfaches potenter als herkömmliches Straßenheroin und bergen ein erheblich erhöhtes Risiko für Überdosierungen.

Im Gespräch mit dem NDR: Fachliche Einschätzung zur Verbreitung synthetischer Drogen

Torsten Köster betonte zudem die Bedeutung von Aufklärung und Prävention. Präventive Maßnahmen seien wirksamer als eine nachgelagerte Behandlung, da zwischen dem Beginn des Konsums und der Entwicklung eines Behandlungswillens häufig viel Zeit vergehe, in der sich problematische Konsummuster verfestigen können.

Wir danken Torsten Köster für sein engagiertes Auftreten und seine klare fachliche Positionierung im Sinne der Arbeit der Paritätischen Suchthilfe Niedersachsen.

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