5. Februar 2026
Update und Aufruf zum Projekt „Verrückt? Na und!“
Mit dem Präventionsprojekt „Verrückt? Na und!“ werden Schüler:innen im Rahmen eintägiger Projekttage für das Thema psychische Gesundheit sensibilisiert. Ziel ist es, psychische Erkrankungen zu enttabuisieren, Wissen zu vermitteln und junge Menschen im Umgang mit Belastungen zu stärken. Die Projekttage werden im Tandem von fachlichen Expert:innen aus der psychosozialen Versorgung und persönlichen Expert:innen mit eigener Krisenerfahrung durchgeführt. Das Projekt wurde bereits in einem vorausgehenden Intranetbeitrag ausführlich vorgestellt; dort finden sich weitere Informationen.
Aktueller Stand und erste Umsetzung
Nach einer mehrtägigen Schulung der persönlichen und fachlichen Expert:innen im September konnte das Projekt zum Jahresende erstmals praktisch umgesetzt werden. Fünf Klassen des 8. Jahrgangs der Käthe-Kollwitz-Schule in Hannover nahmen an den Projekttagen teil. Die Rückmeldungen der Schüler:innen fielen sehr positiv aus und verdeutlichen den Mehrwert des Formats. Besonders hervorgehoben wurden die Offenheit im Umgang mit dem Thema sowie die persönliche Perspektive der beteiligten Expert:innen. Exemplarisch einige wörtliche Rückmeldungen aus den Feedbackbögen:
„… besonders das Ende, dass wir den ganzen Tag mit einem psychisch kranken Menschen gearbeitet haben und das nicht gemerkt haben, ist krass. Danke, hat scheiß viel Spaß gemacht. Ich gebe eine 1+ mit Sternchen.“
„… dass C. sich getraut hat, ihre Geschichte mit uns zu teilen und zu erzählen,
dass es jedem psychisch schlecht gehen kann.“
„… ich fand es gut, dass offen und ehrlich und klar mit uns geredet wurde und alles ausführlich erklärt wurde. Und das C. so super toll war.“
„… das wir viel selbst malen und kreativ werden durften und nicht nur …
im Fall wenn … erzählt wurde sondern aus dem Leben.“
Die Rückmeldungen zeigen, wie wichtig es ist, psychische Gesundheit offen zu thematisieren, Betroffene einzubeziehen und damit Stigmatisierungen entgegenzuwirken.

Ausblick und Aufruf zur Mitwirkung
Für die weitere Umsetzung des Projekts werden zusätzliche fachliche Expert:innen sowie Betroffene psychischer Krisen gesucht. Angesprochen sind sowohl Fachkräfte aus der psychosozialen Versorgung als auch Menschen, die bereit sind, von ihren eigenen Erfahrungen mit psychischen Krisen zu berichten. Bitte bewerbt das Projekt auch in euren jeweiligen Arbeitskontexten (z. B. bei Teilnehmenden, Bewohnenden oder in euren Netzwerken) und stellt bei Interesse den Kontakt her. Bei Fragen oder Interesse an einer Mitarbeit wendet euch bitte an Laura Kielc (laura.kielc@ps-nds.de) und Kirsten Dehnhardt (kisten.dehnhard@ps-nds.de) oder telefonisch an 0511 701460.
Für 2026 liegen bereits erste Anfragen von Schulen vor.
