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Kooperativ und informativ
Ansprechpartner
Pascal Dornuf, Fachreferent für Kommunikation, steht Ihnen gerne für Presseanfragen zur Verfügung. Er unterstützt Sie bei der Recherche nach relevanten Informationen und spannenden Geschichten rund um aktuelle Entwicklungen in der Suchthilfe. Auch bei der Vermittlung geeigneter Interviewpartner:innen zu sämtlichen Themenbereichen der Suchthilfe ist er Ihnen behilflich.

Auf Wunsch vereinbaren wir gerne einen Termin für einen Besuch in einer unserer Einrichtungen, damit Sie unsere Angebote und Arbeitsweise direkt kennenlernen können. Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre Nachricht!
Schreiben Sie uns an: kommunikation@ps-nds.de
oder rufen Sie uns an unter: 0511 98931 – 16
FAQ
Informationen und Materialien
Die Paritätische Suchthilfe Niedersachsen lädt am 4. Februar 2026 von 16:00 bis 18:00 Uhr in die Tagesstätte Hannover zur Ausstellung des Upcycling-Projekts „RE:Shirt – Ressourcen retten. Menschen stärken.“ ein. Das Projekt verbindet seit seinem Start im September 2025 Nachhaltigkeit, Kreativität und soziale Teilhabe. Es wird im Rahmen des Soziovation-Förderprogramms der Region Hannover gefördert und vom kreHtiv Netzwerk Hannover e.V. begleitet.
Unter Anleitung der Modedesignerin Alexandra Weber, Geschäftsführerin der Alextravagant UG, setzen sich die Teilnehmenden der Tagesstätte Hannover intensiv mit Textil-Upcycling auseinander. Ausgehend von 300 ungenutzten Laufshirts lernen sie neben Material- und Werkzeugkunde auch verschiedene, nachhaltige Designmethoden kennen. „Mir ist wichtig, dass die Teilnehmenden erleben, wie viel Potenzial in scheinbar wertlosen Materialien steckt“, erklärt Alexandra Weber. „Upcycling bedeutet nicht nur Wiederverwendung, sondern auch, Selbstvertrauen und Gestaltungskraft zu fördern.“
Olga Kumann-Eisen, Einrichtungsleiterin der Tagesstätte Hannover, unterstreicht die Bedeutung des Projekts für die Besucher:innen der Einrichtung: „RE:Shirt zeigt eindrucksvoll, wie kreative Prozesse Menschen stärken können. Viele unserer Teilnehmenden entdecken durch das Projekt Fähigkeiten in sich, die lange verborgen waren - und erleben, dass sie etwas Wertvolles schaffen können. Diese Erfahrung wirkt weit über den Kurs hinaus.“
Die Tagesstätte Hannover richtet sich an Menschen mit Suchterfahrungen und/oder psychischen Erkrankungen, die über einen festen Wohnsitz, jedoch über keine Beschäftigung und viel Freizeit verfügen. Die Einrichtung bietet Tagesstruktur, Unterstützung im Alltag und in Krisensituationen sowie Orientierung und Förderung individueller Kompetenzen. Vor diesem Hintergrund entfaltet RE:Shirt besondere Wirkung: Die Teilnehmenden erleben kreative Selbstwirksamkeit, entwickeln neue Fähigkeiten und gestalten aktiv mit. Die Ausstellung zeigt, wie kreativ Ressourcenschonung gelebt werden kann. „Jedes Produkt erzählt eine Geschichte von Wandel und Achtsamkeit“, sagt Alexandra Weber.
Für die Region Hannover ist das Projekt ein wichtiges Beispiel dafür, wie soziale und kreative Ansätze zusammenwirken können. Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover betont: „Das Projekt zeigt, wie unser Fonds Nachhaltigkeit und Kreativität mit gelebter und zielgerichteter Beschäftigungsförderung verbindet. Damit unterstützen wir Gründungsvorhaben und schaffen gleichzeitig mehr Teilhabemöglichkeiten.“
Die fertigen RE:Shirts erhalten künftig unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten: Die Teilnehmenden behalten einen Teil der individuell gestalteten Upcycling-Shirts als persönliches Ergebnis des Kurses. Weitere ausgewählte Shirts werden als besondere RE:Shirt-Trophäen beim nächsten Volleyballturnier der Paritätischen Suchthilfe Niedersachsen im Sonnenhof Völksen und dem Schloß Gestorf an das Gewinner:innenteam vergeben. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, RE:Shirts neu zu bedrucken und sie sowohl für Sportteams innerhalb des Paritätischen als auch für externe Teams und Vereine bereitzustellen. Die Projektgruppe freut sich über Anfragen von Sportveranstalter:innen, Initiativen, Bildungseinrichtungen, sozialen Trägern und nachhaltigen Unternehmen, die RE:Shirts in ihre eigenen Aktivitäten einbinden oder gemeinsam neue Ideen entwickeln möchten.
Wir möchten an der Stelle über ein weiteres Highlight informieren - unser Musikprojekt "Von der Idee zum Song". Hier entwickeln Teilnehmende der Tagesstätte Hannover gemeinsam mit professioneller Unterstützung eigene Songs. Das Projekt stärkt die Ausdrucksfähigkeit und das Selbstbewusstsein und fördert nachhaltig die Selbstwirksamkeit.
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Ansprechperson Paritätische Suchthilfe Niedersachsen gGmbH: Pascal Dornuf
Fachreferent Kommunikation
Odeonstraße 14, 30159 Hannover
Mail: kommunikation@ps-nds.de | Web: www.paritaetische-suchthilfe-nds.de
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Was sind Lootboxen? Lootboxen sind virtuelle Schatzkisten/ Beutekisten (engl. ,,Loot"-,,Beute", ,,box"-,,Kiste"), die in vielen Videospielen entweder erspielt oder - häufiger - käuflich erworben werden können. Sie enthalten beispielsweise neue Spielfiguren, ein neues Aussehen der eigenen Spielfigur (,,Skin"), Ausrüstungsgegenstände oder Fähigkeiten für die Spielfigur. Oft kann ein Spiel ohne die zusätzlich erspielten / erkauften Lootbox-Inhalte nicht gewonnen werden oder der Spielfortschritt ist stark verlangsamt. Vor dem Öffnen ist unklar, welche zufällig ausgewählten Inhalte sich in den Lootboxen befinden. Der Wert und Nutzen dieser Inhalte im Spiel können erheblich variieren. Wer an besonders seltenen Inhalten interessiert ist, braucht Geduld, finanzielle Mittel und Glück. Lootboxen werden oft zeitlich limitiert angeboten und werben mit großen Ersparnissen, um den psychischen Druck zu erhöhen. Häufig müssen mehrere Lootboxen gekauft werden, um den gewünschten Inhalt zu bekommen. Solche Spielmechaniken werden von Kritikern mit der Funktionsweise von Glücksspielen verglichen. Bisher werden Lootboxen von der Definition des Glücksspielgesetzes nicht erfasst und gelten als simuliertes Glücksspiel. Welche Risiken und Gefahren können Lootboxen für Kinder und Jugendliche mit sich bringen? Die Paritätische Suchthilfe Niedersachsen betrachtet Lootboxen insbesondere für Kinder und Jugendliche als problematisch, da verschiedene Mechanismen das Risiko von Suchtverhalten fördern und den Zugang zu Glücksspiel erleichtern. Es bestehen mehrere wesentliche Gefahren, die auf empirischen Studien und Erkenntnissen aus der Praxis der Suchtprävention basieren: Einfacher Zugang und Verfügbarkeit Lootboxen sind ein Bestandteil vieler digitaler Spiele, die Kindern und Jugendlichen leicht zugänglich sind. Die Omnipräsenz von Gaming-Plattformen und die Möglichkeit, auf Smartphones und Tablets jederzeit und überall spielen zu können, führen dazu, dass diese Spiele und deren unregulierte Lootboxen rund um die Uhr verfügbar sind. Diese ständige Zugänglichkeit normalisiert glücksspielähnliches Verhalten und lässt die potenziellen Gefahren von Lootboxen in den Hintergrund treten. Hohe Ereignisfrequenz und „Fast-Gewinne" Lootboxen schaffen eine schnelle Abfolge von Belohnungserlebnissen, was das Potenzial für Suchtverhalten stark erhöht. Der rasche Wechsel zwischen Verlust und potenziellem Gewinn in Form der ersehnten virtuellen Inhalte weckt bei der spielenden Person kontinuierlich die Hoffnung auf einen Gewinn. Diese Ereignisfrequenz begünstigt die Entstehung von problematischem Spielverhalten, da Verluste kaum realisiert und stattdessen sofort durch die Aussicht auf die nächste Belohnung überlagert werden. Verschleierung des realen Geldwertes durch In-Game-Währungen und Mikrotransaktionen Lootboxen können häufig nur über interne Spielwährungen wie beispielsweise „Points" in der Fußballsimulation „EAFC" (ehemals „FIFA") erworben werden, die für Echtgeld gekauft werden müssen. Der Einsatz dieser künstlichen Währungen und die Möglichkeit, auch nur geringe Beträge zu investieren, senken die Hemmschwelle für den Kauf von Lootboxen und führen dazu, dass Kinder und Jugendliche schnell den Überblick über ihre Ausgaben verlieren. Verlockende Gestaltung und Manipulation durch audiovisuelle Effekte Lootboxen werden im Spiel häufig mit auffälligen Ton- und Lichteffekten präsentiert. Diese Effekte verstärken die Lust am Kauf. Sie sorgen auch dafür, dass „Fast-Gewinne" - das Erwecken eines baldigen Gewinns - besonders anziehend wirken und so das weitere Spielen und Kaufen von Lootboxen gefördert werden. Kontrollillusion und „magisches Denken" Lootboxen schaffen eine Kontrollillusion, indem Spieler:innen selbst entscheiden können, welche Lootbox sie öffnen und wann. Diese vermeintliche Kontrolle fördert die Annahme, den Spielausgang beeinflussen zu können, was kognitive Verzerrungen begünstigt und zu ,,magischem Denken" führen kann. Kinder und Jugendliche, die sich in einer „Glückssträhne" wähnen, könnten dazu neigen, vermehrt Lootboxen zu kaufen und somit ein problematisches Kaufverhalten zu entwickeln.
