3. Juli 2026
Paritätische Suchthilfe Niedersachsen bringt vielfältige Expertise beim 47. fdr+sucht+kongress in Hannover ein
Unter dem Motto „Gute Praxis trotz Krisen: Was wirkt? Was hilft? Was stärkt uns?“ kamen am 16. und 17. Juni 2026 rund 130 Fachkräfte aus Suchthilfe, Prävention und angrenzenden Arbeitsfeldern in Hannover zum 47. fdr+sucht+kongress zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen sowie der fachliche Austausch über wirksame und zukunftsweisende Ansätze. Die Paritätische Suchthilfe Niedersachsen war dabei nicht nur mit zahlreichen Mitarbeitenden vertreten, sondern brachte ihre Expertise in verschiedenen Seminaren und Praxisbeiträgen aktiv in das Programm ein.
Pre-Kongress
Bereits der Pre-Kongress am 15. Juni 2026, organisiert von der Drobs Hannover, setzte praxisnahe Impulse. Vorgestellt wurden unter anderem das digitale Präventionsprojekt „freii“, das Angebot „Ersthelfer:innen für Sucht und psychische Gesundheit im Verein“ sowie das Schulprojekt „Verrückt? Na und!“. Die Beiträge verdeutlichten, wie praxisorientiert und innovativ Prävention innerhalb der Paritätischen Suchthilfe Niedersachsen umgesetzt wird.

Auch der erste Kongresstag am 16. Juni 2026 zeigte die fachliche Vielfalt der Organisation: Dr. Michael Zerr, Klinikleiter der Fachklinik Südergellersen, beleuchtete neurobiologische Aspekte von Rückfällen und deren Bedeutung für die therapeutische Praxis. Am zweiten Kongresstag bereicherten Kolleg:innen der Paritätischen Suchthilfe Niedersachsen das Programm mit praxisnahen Impulsen und fachlichen Perspektiven: Laura Kielc stellte erneut das Projekt „Ersthelfer:innen für Sucht und psychische Gesundheit im Verein“ vor. Kyra Bornhorst, Leiterin der Drobs Rose Oldenburg, präsentierte mit „Empowerment statt Erreichbarkeitslücke“ einen geschlechterreflektierten Präventionsansatz. Leah Janßen aus der Drogenberatung Rose Wesermarsch und Klaus Brose vom Sozialpsychiatrischen Dienst Landkreis Wesermarsch zeigten in ihrem Beitrag, wie aufsuchende Suchtberatung in Krisensituationen neue Zugänge eröffnet. Ergänzt wurde das Programm durch Stephanie Bitterberg und Stefan Lubs, Leiterin und stellvertretender Leiter der Sucht- und Jugendberatung Holzminden, die ein Modellprojekt zur Verknüpfung von mobiler und offener Jugendarbeit mit Suchtberatung im ländlichen Raum vorstellten.
Die Beiträge machten deutlich, wie eng Praxis, Innovation und fachliche Weiterentwicklung in der Paritätischen Suchthilfe Niedersachsen verbunden sind – von Prävention über Beratung bis hin zu aufsuchenden und vernetzten Arbeitsansätzen.

„Ich danke allen Kolleg:innen der Paritätischen Suchthilfe Niedersachsen herzlich, die ihre Expertise auf dem Kongress eingebracht und organisatorisch unterstützt haben. Mit ihrem großen Engagement und ihren praxisnahen Beiträgen haben sie eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig und fachlich fundiert unsere Arbeit ist.“ – Carola Bau, Prokuristin der Paritätischen Suchthilfe Niedersachsen und stellvertretende Vorsitzende des fdr+-Vorstandes
Der Kongress unterstrich die aktive Rolle der Paritätischen Suchthilfe Niedersachsen in der fachlichen Weiterentwicklung der Suchthilfe und die Bedeutung des Austauschs zwischen Praxis, Wissenschaft und Versorgungssystem.
