4. August 2026
NLS veröffentlicht Positionspapier zur Suchtprävention bei Social Media-Nutzung
Sollte die Nutzung von Social Media für Kinder und Jugendliche gesetzlich altersbeschränkt werden? Diese Frage wird derzeit bundesweit intensiv diskutiert. Die Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen (NLS) nimmt die Debatte zum Anlass, ihre fachliche Einschätzung in einem neuen Positionspapier darzulegen.
Unter dem Titel „Wirksame Suchtprävention bei Social Media-Nutzung braucht mehr als Altersbeschränkungen“ macht die NLS deutlich, dass eine Social Media-Nutzungsgrenze allein nicht ausreicht, um Kinder und Jugendliche wirksam vor einer problematischen oder abhängigen Nutzung sozialer Medien zu schützen. Stattdessen plädiert sie für einen umfassenden Ansatz, der regulatorische Maßnahmen, Präventionsangebote und die Stärkung von Medienkompetenz miteinander verbindet.
Das Positionspapier beschreibt unter anderem die Risiken intensiver Social Media-Nutzung, benennt suchtfördernde Designmechanismen vieler Plattformen und formuliert konkrete Handlungsempfehlungen für Politik, Schulen, Eltern sowie Fachkräfte aus Prävention und Jugendhilfe. Im Mittelpunkt steht die Forderung nach einem ausgewogenen Maßnahmenpaket aus Altersbegrenzung, Aufklärung und einer stärkeren Verantwortung der Plattformbetreiber.