20. Juli 2026
Stellwerk-Besuchende gestalten Kunstprojekt auf dem Raschplatz mit
Am 26. Juni wurde die erste Phase des Kunstprojekts „Art Underground“ auf dem Raschplatz, hinter dem hannoverschen Hauptbahnhof, eingeweiht. Mit dabei waren auch Besuchende des Kontakt- und Konsumraums Stellwerk der Paritätischen Suchthilfe Niedersachsen, die aktiv an der Entstehung des großflächigen Bodenkunstwerks beteiligt waren.
Seit dem Start der Arbeiten am 15. Juni unterstützten Besuchende des Stellwerks und die Streetworker:innen des Stellwerks gemeinsam mit der Straßensozialarbeit Sucht der Landeshauptstadt Hannover und dem Kontaktladen Mecki die beteiligten Künstler:innen bei der Umsetzung. Die Beteiligten halfen unter anderem bei der Reinigung der Fläche, der Grundierung und dem Farbauftrag mit Farbrollen. Das Interesse an der Mitgestaltung des eigenen Umfelds war hoch.
Teilhabe im öffentlichen Raum
Für das Stellwerk ist die Beteiligung ein wichtiger Baustein, um Menschen, die den Raschplatz regelmäßig nutzen, Teilhabe und Wertschätzung zu ermöglichen.
„Viele unserer Besuchenden erleben im Alltag Ausgrenzung. Bei Art Underground konnten sie zeigen, was sie beitragen können, und waren sichtbar Teil eines Projekts, das den Raschplatz verändert“, sagt Vitalij Kumann, Einrichtungsleiter des Stellwerks. „Es ist etwas Besonderes, wenn Menschen nicht nur als Nutzende eines Ortes wahrgenommen werden, sondern ihn aktiv mitgestalten können. Dadurch entsteht eine andere Verbindung zum Platz und ein Gefühl von Verantwortung und Zugehörigkeit“, ergänzt Vitalij Kumann.

(v.l.n.r.: ein städtischer Straßensozialarbeiter, Belit Onay (Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover), Vitalij Kumann (Einrichtungsleiter vom Kontakt- und Konsumraum Stellwerk))
Kunst schafft Begegnung
Auf rund 4.000 Quadratmetern entsteht derzeit eines der größten Bodenkunstwerke Norddeutschlands. Internationale Street-Art-Künstler:innen gestalten gemeinsam mit lokalen Künstler:innen und den Menschen vor Ort einen neuen Bewegungs- und Begegnungsraum. Teil des Projekts ist auch die Skulptur „CRASH PIPE“ (2026) von Florentina Holzinger.
Die Paritätische Suchthilfe Niedersachsen freut sich, dass Besuchende des Stellwerks durch ihre Mitarbeit sichtbar zum Wandel des Raschplatzes beitragen konnten. „Art Underground“ zeigt, wie Kunst Begegnungen schafft und wie Beteiligung neue Perspektiven auf öffentliche Räume eröffnen kann.
