Pressestelle
Pressestelle
Kooperativ und informativ
Ansprechpartner
Pascal Dornuf, Fachreferent für Kommunikation, steht Ihnen gerne für Presseanfragen zur Verfügung. Er unterstützt Sie bei der Recherche nach relevanten Informationen und spannenden Geschichten rund um aktuelle Entwicklungen in der Suchthilfe. Auch bei der Vermittlung geeigneter Interviewpartner:innen zu sämtlichen Themenbereichen der Suchthilfe ist er Ihnen behilflich.

Auf Wunsch vereinbaren wir gerne einen Termin für einen Besuch in einer unserer Einrichtungen, damit Sie unsere Angebote und Arbeitsweise direkt kennenlernen können. Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre Nachricht!
Schreiben Sie uns an: kommunikation@ps-nds.de
oder rufen Sie uns an unter: 0511 98931 – 16
FAQ
Informationen und Materialien
Die Suchtberatung Friesland bündelt ab April 2026 ihre Beratungsleistungen am Standort in Jever. Bislang war die Einrichtung sowohl in Varel als auch in Jever vertreten. Der Standort in Varel, der seit 35 Jahren bestand, wird künftig nicht weitergeführt.
Die Zusammenlegung der beiden Standorte erfolgt am 14. April 2026. Ab dem 20. April 2026 stehen die Beratungs- und Unterstützungsangebote wieder uneingeschränkt in Jever zur Verfügung. Damit schafft die Einrichtung eine klare organisatorische Struktur und bündelt ihre fachlichen Ressourcen an einem zentralen Ort.
Weiterhin verlässliche Angebote in Varel
Für Klient:innen aus Varel bleibt das Angebot weiterhin gut erreichbar: Ab dem 22. April 2026 bietet die Suchtberatung Friesland jeden Mittwoch von 9 bis 18 Uhr einen Außensprechtag im Dienstleitungszentrum des Landkreises, Karl-Nieraad-Straße 1, 26316 Varel, an.
„Darüber hinaus wird bei Bedarf auch eine aufsuchende Beratung möglich sein“, betont Imke Janssen, Einrichtungsleiterin der Suchtberatung Friesland.
Mit diesem regelmäßigen Angebot stellt die Suchtberatung sicher, dass die Bedarfe der Menschen aus Varel und dem Umland weiterhin verlässlich gedeckt werden können. Die Kombination aus zentralem Standort in Jever, ergänzendem Außensprechtag und aufsuchender Arbeit gewährleistet sowohl Kontinuität als auch gute Erreichbarkeit.
„Uns ist klar, dass mit der Aufgabe der Beratungsstelle in Varel eine Ära zu Ende geht, was wir auch sehr bedauern. Mit der Bündelung unserer Angebote schaffen wir aber klare Strukturen und stellen sicher, dass wir unsere personellen und fachlichen Ressourcen weiterhin zielgerichtet einsetzen können. Für unsere Klient:innen bedeutet das: gleiche Verlässlichkeit, gleiches Engagement und weiterhin eine vertrauliche, professionelle Begleitung“, erklärt Imke Janssen.
Mit der Konzentration auf einen Standort setzt die Suchtberatung Friesland ein Zeichen für Kontinuität und nachhaltige Weiterentwicklung ihrer Arbeit in der Region.
Beratung vertraulich und kostenfrei
Die Suchtberatung Friesland unterstützt Menschen mit Suchtproblemen sowie deren Angehörige mit qualifizierter Beratung und individueller Begleitung. In persönlichen Gesprächen wird die jeweilige Lebenssituation in den Blick genommen, es werden Fragen zu Abhängigkeit und deren Auswirkungen geklärt und gemeinsam passende Hilfsangebote entwickelt. Die Beratung ist kostenfrei, auf Wunsch anonym und unterliegt der Schweigepflicht. Die Fachstelle in Jever, Kostverloren 2, ist unter der Telefonnummer 04461 913650 oder über die E-Mail friesland@ps-nds.de zu erreichen.
354 Wörter / 2.666 Zeichen (inkl. Leerzeichen)
Ansprechpersonen Paritätische Suchthilfe Niedersachsen gGmbH:
Pascal Dornuf Fachreferent Kommunikation Odeonstraße 14, 30159 Hannover Tel: 0511 9893116 Mail: kommunikation@ps-nds.de | Web: www.paritaetische-suchthilfe-nds.de
Imke Janssen Einrichtungsleiterin Suchtberatung Friesland Bahnhofstraße 6, 26316 Varel (bis 13.04.2026) Tel.: 04451 964211 Kostverloren 2, 26441 Jever Tel: 04461 913651 Mail: imke.janssen@ps-nds.de
↳ Version zum Ausdrucken
Was sind Lootboxen? Lootboxen sind virtuelle Schatzkisten/ Beutekisten (engl. ,,Loot"-,,Beute", ,,box"-,,Kiste"), die in vielen Videospielen entweder erspielt oder - häufiger - käuflich erworben werden können. Sie enthalten beispielsweise neue Spielfiguren, ein neues Aussehen der eigenen Spielfigur (,,Skin"), Ausrüstungsgegenstände oder Fähigkeiten für die Spielfigur. Oft kann ein Spiel ohne die zusätzlich erspielten / erkauften Lootbox-Inhalte nicht gewonnen werden oder der Spielfortschritt ist stark verlangsamt. Vor dem Öffnen ist unklar, welche zufällig ausgewählten Inhalte sich in den Lootboxen befinden. Der Wert und Nutzen dieser Inhalte im Spiel können erheblich variieren. Wer an besonders seltenen Inhalten interessiert ist, braucht Geduld, finanzielle Mittel und Glück. Lootboxen werden oft zeitlich limitiert angeboten und werben mit großen Ersparnissen, um den psychischen Druck zu erhöhen. Häufig müssen mehrere Lootboxen gekauft werden, um den gewünschten Inhalt zu bekommen. Solche Spielmechaniken werden von Kritikern mit der Funktionsweise von Glücksspielen verglichen. Bisher werden Lootboxen von der Definition des Glücksspielgesetzes nicht erfasst und gelten als simuliertes Glücksspiel. Welche Risiken und Gefahren können Lootboxen für Kinder und Jugendliche mit sich bringen? Die Paritätische Suchthilfe Niedersachsen betrachtet Lootboxen insbesondere für Kinder und Jugendliche als problematisch, da verschiedene Mechanismen das Risiko von Suchtverhalten fördern und den Zugang zu Glücksspiel erleichtern. Es bestehen mehrere wesentliche Gefahren, die auf empirischen Studien und Erkenntnissen aus der Praxis der Suchtprävention basieren: Einfacher Zugang und Verfügbarkeit Lootboxen sind ein Bestandteil vieler digitaler Spiele, die Kindern und Jugendlichen leicht zugänglich sind. Die Omnipräsenz von Gaming-Plattformen und die Möglichkeit, auf Smartphones und Tablets jederzeit und überall spielen zu können, führen dazu, dass diese Spiele und deren unregulierte Lootboxen rund um die Uhr verfügbar sind. Diese ständige Zugänglichkeit normalisiert glücksspielähnliches Verhalten und lässt die potenziellen Gefahren von Lootboxen in den Hintergrund treten. Hohe Ereignisfrequenz und „Fast-Gewinne" Lootboxen schaffen eine schnelle Abfolge von Belohnungserlebnissen, was das Potenzial für Suchtverhalten stark erhöht. Der rasche Wechsel zwischen Verlust und potenziellem Gewinn in Form der ersehnten virtuellen Inhalte weckt bei der spielenden Person kontinuierlich die Hoffnung auf einen Gewinn. Diese Ereignisfrequenz begünstigt die Entstehung von problematischem Spielverhalten, da Verluste kaum realisiert und stattdessen sofort durch die Aussicht auf die nächste Belohnung überlagert werden. Verschleierung des realen Geldwertes durch In-Game-Währungen und Mikrotransaktionen Lootboxen können häufig nur über interne Spielwährungen wie beispielsweise „Points" in der Fußballsimulation „EAFC" (ehemals „FIFA") erworben werden, die für Echtgeld gekauft werden müssen. Der Einsatz dieser künstlichen Währungen und die Möglichkeit, auch nur geringe Beträge zu investieren, senken die Hemmschwelle für den Kauf von Lootboxen und führen dazu, dass Kinder und Jugendliche schnell den Überblick über ihre Ausgaben verlieren. Verlockende Gestaltung und Manipulation durch audiovisuelle Effekte Lootboxen werden im Spiel häufig mit auffälligen Ton- und Lichteffekten präsentiert. Diese Effekte verstärken die Lust am Kauf. Sie sorgen auch dafür, dass „Fast-Gewinne" - das Erwecken eines baldigen Gewinns - besonders anziehend wirken und so das weitere Spielen und Kaufen von Lootboxen gefördert werden. Kontrollillusion und „magisches Denken" Lootboxen schaffen eine Kontrollillusion, indem Spieler:innen selbst entscheiden können, welche Lootbox sie öffnen und wann. Diese vermeintliche Kontrolle fördert die Annahme, den Spielausgang beeinflussen zu können, was kognitive Verzerrungen begünstigt und zu ,,magischem Denken" führen kann. Kinder und Jugendliche, die sich in einer „Glückssträhne" wähnen, könnten dazu neigen, vermehrt Lootboxen zu kaufen und somit ein problematisches Kaufverhalten zu entwickeln.
